Bartow Himself

2006
Porträtfilm
30m

Synopsis

Rick Bartow würde heute nicht mehr leben, wäre die Kunst nicht gewesen. Früh verlor er seinen Vater, der das Bindeglied zu seinen indianischen Wurzeln war; dann als junger Mann wurde er von seinen traumatischen Vietnamkriegs-Erfahrungen immer wieder Heim gesucht, die ihn in den Alkoholismus trieben. Hier entstanden seine schauderhaft-schönen Black Inkies - Zeichnungen gemalt mit schwarzer Kreide, mit denen er sich selbst therapierte. Danach folgte eine schaffensfreudige Zeit, die sicherlich auf die glückliche Zeit mit seiner ersten Frau und zugleich auf die Rückbesinnung zu seinen indianischen Wurzeln zurückzuführen ist. Hier entstanden seine heute bekanntesten Werke, die sogenannten Transformative Paintings – dichte Bilder, in denen Menschen und Tierfiguren miteinander verschmelzen und die oft ungeplant entstehen. Auch seine Schnitzarbeiten sind ein Verweis auf das Einssein der Welt der Tiere mit der der Menschen.
Spontan verwebt Bartow seine schwierigen Jahren der Sucht mit einer indianischen Legende über eine "gierige" Bärin während der Dreharbeiten in seinem Studio, und arbeitet parallel dazu an einem Transformative Painting . Am Ende seiner Erzählung ist auch die eindrückliche Malerei fertiggestellt - mit dem bezeichnenden Titel "Bear Coming".

Filmsprache

Der ethnographische Film 'Bartow Himself" ist ein Künstlerporträt, das mit einfachen filmischen Mitteln den Schaffensprozess eines heute gefeierten Künstlers, der u.a. im National Museum of the American Indian in Washington D.C. ausstellt, zeigt. Der Film dokumentiert die Arbeit des Künstlers in seinem Studio in Oregon und zeigt den Entstehungsprozess von drei Kunstwerken. Dabei schaut der Zuschauer dem Künstler direkt über die Schultern, nimmt seinen Blickwinkel ein und lässt ihn an seinem einzigartigen Malprozess teilhaben. Zwischendurch werden bekannte und unbekannte Schnitzarbeiten Bartows präsentiert, sowie seine bis dato unbekannten Vietnam-Arbeiten aus den 1970er Jahren. Auch führt uns Bartow an seinen Lieblingsort an der wilden Pazifikküste, wo er Kraft tankt und die Tierwelt beobachtet.

Hintergrund

Rick Bartow ist ein bekannter zeitgenössischer Künstler. Umso erstaunlicher war es für uns, mit welcher Selbstverständlichkeit und Offenheit er uns bei sich zu Hause empfing und uns direkt in seine Familie eingliederte.
Diesem schönen Projekt verdanke ich meine ersten Filmerfahrungen , die der Grundstein für meine weitere Filmarbeit wurde.

Auswertung

  • Native Voices Filmfestival, Seattle 2006

  • Froelick Gallery, Portland 2006

  • Tulalip Filmfestival, Washington 2007

  • University of Washington, Seattle 2007

Kunde
Native Voices/ University of Washington
Sprache
Englisch
Genre
Porträtfilm
Format
Mittellanger Film
Spiellänge
30min
Seitenverhältnis
16:9
Audio
Stereo
Aufnahme
Mini DV
Ausspiel Formate
DVD
Jahr
2006

Impressionen

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