Into America

The Ancestors’ Land

2013
Dokumentarfilm
84m

Synopsis

"Into America – The Ancestors’ Land" erzählt die Geschichte eines unbekannten Amerikas. Ein ungleiches “Paar” macht sich auf die lange Heimreise, eine Odyssee quer durch die Vereinigten Staaten, von der pulsierenden Wassermetropole Seattle am Pazifik zum Land seiner Vorfahren in der Navajo-Reservation im entlegenen Südwesten. Angelo - ein junger Akademiker, der schon sein Leben lang zwischen diesen Welten pendelt - und seine Großmutter Helen - eine beeindruckende Geschichtenerzählerin, die sich bis heute der englischen Sprache und dem anglikanischen Lebensstil entzogen hat - navigieren sich durch die Ungereimtheiten der USA. Ungewöhnliche Begegnungen und alte Erzählungen preisen das traditionelle Leben auf dem Land der Ahnen und zeichnen die dramatische Familiengeschichte nach: eine Geschichte der Gewalt, deren Ende noch nicht geschrieben ist.

Filmsprache

Die Dramaturgie folgt den zufälligen Begebenheiten und Pit Stops während der über 2000km langen Reise durch den Westen der USA, was dem Film seine Authentizität verleiht. Parallel dazu wird die Familiengeschichte von Helen erzählt. Die Kamera, die während der Fahrt-Szenen den beiden Protagonisten vom Hintersitz aus über die Schultern schaut, nimmt auf diese Weise unmittelbar ihren Blickwinkel ein. Damit rückt der Film die uns unbekannte Perspektive zweier Navajos in den Mittelpunkt: So ist es z.B. kein Wunder, dass die beiden nicht am bekannten Pendleton Rodeo einen Pitstop einlegen, sondern im Tamastlikt Museum – ein Museum, das von dem dort ansässigen indianischen Stämmen betrieben wird, und von der gewaltsamen Assimilierung indianischer Kinder in Internaten berichtet.
Der Film ist zudem ein Augenschmaus für alle USA-Liebhaber, denn die Reise führt durch drei unterschiedliche Kulturareale und unzählige Landschaften: von der fruchtbaren Pazifikküste, über die grünen Kaskaden, entlang des Snake Rivers, durch die Einöde Idahos, durch die reiche Mormonenstadt, über das Colorado Plateau, bis ins Monument Valley.

Hintergrund

"Into America" wurde in den Jahren 2010 und 2011 gedreht. Mit nur wenig Budget ausgestattet, aber mit der Intention, ein alternatives Bild des “Inneren” der USA zu zeichnen. Letztendlich ist dieser Dokumentarfilm das Resultat meiner ethnologischen Studien und der Arbeit mit Native Americans in den letzten zehn Jahren. Während sich Enkel und Großmutter durch die Ungereimtheiten der U.S.A. navigieren und uns an ihrem Blick auf ungewöhnliche Begegnungen entlang des Straßenrands teilhaben lassen, entfaltet der Film seine vollständige Wirkung: er bietet eine alternative Geschichtsschreibung an, zeichnet ein neues Bild der amerikanischen Gesellschaft und gibt der unterdrückten indianischen Bevölkerung eine Stimme.

Auswertung

Filmfestival Main Selection:

  • Nordamerika Filmfestival, Stuttgart 2014

  • Rigoberta-Menchu Preis/ First Peoples' Festival, Montreal 2014

  • Special Mention beim Presence Autochtone Filmfestival, Montreal 2014

  • Göttingen Ethnographic Filmfestival, Göttingen, 2014

  • Cine Las Americas, Houston, 2014

  • American Indian Filmfestival, San Francisco, 2013

  • Biberacher Filmfestspiele, Biberach, 2013

  • Vision Du Reel, Nyon 2013

Kinos / Institute:

  • Kommunales Kino Freiburg, 2014

  • Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart 2014

  • Amerika Haus, Tübingen 2014

  • Carl Schurz Haus, Freiburg 2014

  • Yale University, New Haven 2015

  • Antioch University, Seattle 2014

  • Wesleyan University, Connecticut 2014

  • Muckelshoot Tribal College, Auburn 2014

  • American Indian Workshop Frankfurt, 2015

Filmförderung

Filmakademie Baden-Württemberg

Sprache
Englisch
Untertitel
Deutsch
Genre
Dokumentarfilm
Format
Langfilm
Spiellänge
84min
Seitenverhältnis
1:2.39
Audio
Stereo
Ausspiel Formate
DCP, XDCAM
Jahr
2013

Impressionen

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